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HP-Praxen und der Corona-Lockdown - Aktuelle Infos

Liebe Kolleginnen,
der „Lockdown light“ beginnt am Montag, den 2.11.2020, und gilt zunächst bis zum 30.11.2020.
Einige Mitfrauen haben angefragt, was das für unsere Praxen bedeutet.
Unter Punkt 8. des Beschlusses, den die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident*innen der Länder gefasst haben, heißt es:
„Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.“

Da wir medizinisch notwendige Behandlungen anbieten und auch im ersten Lockdown im Frühjahr arbeiten durften, gehe ich davon aus, dass uns auch diesmal keine Schließungen drohen, zumal ja sogar die Frisörbetriebe geöffnet haben können. Dass wir nun in dieser Zeit nicht explizit mit Wellnessmassagen werben sollten, versteht sich wohl von selbst.
Nachfolgend habe ich Informationen zu den Bundesländern aufgelistet. Diese habe ich dem Internetauftritt der jeweiligen Landesregierung entnommen; sie stammen also aus offiziellen Quellen. Solltet Ihr anderen Informationen begegnen, so freue ich mich über eine Information dazu.

 



Baden-Württemberg: Stand 28.10.2020
Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, Nagelstudios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie etwa Physiotherapie, Ergotherapie oder medizinisch indizierte Fußpflege sind weiterhin möglich. -> Hier zähle ich uns nun einmal dazu.

 

Bayern: Stand 30.10.2020
In Arzt- und Zahnarztpraxen und in allen sonstigen Praxen, soweit in ihnen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht oder medizinisch notwendige Behandlungen angeboten werden, gilt Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 3 mit der Maßgabe entsprechend, dass die Maskenpflicht auch insoweit entfällt, als die Art der Leistung sie nicht zulässt. 2. Weitergehende Pflichten zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bleiben unberührt. -> Wir dürfen also arbeiten, wie überall gilt eine grundsätzliche Maskenpflicht. Die Maske darf abgenommen werden, wenn die Behandlung es erfordert.

 

Berlin: Stand 29.10.2020
Dienstleistungsgewerbe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe dürfen weder für den Publikumsverkehr geöffnet werden, noch ihre Dienste anbieten. Satz 1 gilt nicht für Friseurbetriebe und medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio-, Ergo- und Logotherapie, Podologie, Fußpflege und Heilpraktiker*innen.

 

Brandenburg: Stand 01.11.2020
Die Coronaverordnung, die am 02.11.2020 in Kraft tritt, folgt im exakten Wortlaut dem Beschluss des Bundes. Medizinisch notwendige Behandlungen sind somit erlaubt.

 

Bremen: Stand 01.11.2020
Auf den offiziellen Seiten sind keine aktuellen Anpassungen zu finden. Ich empfehle daher, die Seite ab dem 02.11.2020 erneut aufzusuchen und bis auf weiteres gemäß der Beschlussvorlage der Bundeskanzlerin mit den Landesministerpräsident*innen zu folgen, die medizinisch notwendige Behandlungen erlaubt.

 

Hamburg: Stand 01.11.2020
Dienstleistungsbetriebe im körpernahen Bereich – dazu gehören Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios – müssen schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin möglich.

 

Hessen: Stand 29.10.2020
§ 6 Dienstleistungen
(2) Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind bis zum Ablauf des 30. November 2020 geschlossen. Hiervon nicht erfasst sind Frisörbetriebe und medizi- nisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien, Podologie und medizinische Fußpflege. -> Hier zähle ich uns nun einmal dazu.

 

Mecklenburg-Vorpommern: Stand 27.10.2020
(4) In Arztpraxen, Psychotherapeutenpraxen und Praxen anderer Gesundheitsberufe besteht die Pflicht, die Auflagen aus Anlage 4 einzuhalten (z.B. Hygienekonzept, mind. alle 2 Stunden lüften, Maskenpflicht). -> Wir dürfen also weiterhin behandeln unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen.

 

Niedersachsen: Stand 01.11.2020
Die Coronaverordnung, die am 02.11.2020 in Kraft tritt, folgt im exakten Wortlaut dem Beschluss des Bundes. Medizinisch notwendige Behandlungen sind somit erlaubt.
Nordrhein-Westfalen: Stand 30.10.2020
Die Tätigkeiten von Angehörigen der Heilberufe mit Approbation und sonstigen Personen, die zur Ausübung der Heilkunde gemäß § 1 des Heilpraktikergesetzes befugt sind, zählen (…) nicht zu den Dienstleistungen im Sinne der vorstehenden Absätze. (…) Diese Tätigkeiten sind weiterhin zulässig. Bei der Durchführung sollen die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts beachtet werden.

 

Rheinland-Pfalz: Stand 30.10.2020
Alle Dienstleistungen der Gesundheitsfürsorge sowie medizinische Behandlungen sind erlaubt. Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen geöffnet. In Wartesituationen gemeinsam mit anderen Personen gilt die Maskenpflicht nach § 1 Abs. 3.
Saarland: Stand 01.11.2020
Die saarländische Landesregierung folgt im Bereich der Dienstleistungen dem Beschluss der Bundesregierung, d.h. medizinische Behandlungen sind weiterhin erlaubt.

 

Sachsen: Stand 30.10.2020
Verboten sind die Öffnung und das Betreiben mit Ausnahme zulässiger Onlineangebote von:
12. Betrieben im Bereich der körpernahen Dienstleistung, mit Ausnahme medizinisch notwendiger Behandlungen und von Friseuren.

 

Sachsen-Anhalt: Stand 30.10.2020
Das Land Sachsen-Anhalt folgt im Wesentlichen den Vorgaben der Bundesregierung. Allerdings sind hier sogar Kosmetik- und Tattoostudios geöffnet. Alle medizinischen Behandlungen sind somit natürlich ebenfalls erlaubt.

 

Schleswig-Holstein: Stand 01.11.2020
(1) Dienstleistungen mit Körperkontakt sind unzulässig. Dies gilt nicht
für medizinisch und pflegerisch notwendige Dienstleistungen.
Fazit: Wir dürfen weiterhin die Praxen geöffnet haben.

 

Thüringen: Stand 01.11.2020
Die neue Verordnung sieht im Bereich der Dienstleistungen und medizinischen Behandlungen keine weiteren Einschränkungen vor, wir dürfen also weiterhin öffnen.

 

Julia Eusemann
LACHESIS Praxisberatung
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(Stand 2.11.2020)