Login

(M)Eine homöopathische Erfahrung mit Kinderwunsch

Ein Fallbeispiel zur Arzneimittelwahl aus Pflanzenfamilien

Autorin:
Amati Holle, Heilpraktikerin und Künstlerin, Klassische Homöopathie & feinstoffliche Heilarbeit, Autorin und Lehrende

Leseprobe aus der Lachesis-Zeitschrift Nr. 43
mit dem Thema: "Kinder-Wunsch und Wirklichkeiten"

 

Eine Frau, 35 Jahre, kam wegen unerfülltem Kinderwunsch in meine Praxis. Sie war sehr zugewandt und es schien ein einfacher Fall zu sein. Alle „Zipperlein“ wurden bald besser durch „Pulsatilla“, aber ihre Kopfschmerzen wurden eher schlimmer – zunehmend mit den Bedenken, dass es mit dem Kinderwunsch doch nicht klappen würde.

Es war augenscheinlich eine „Pulsatilla Geschichte“ mit allen Klischees von Kinderwunsch, Verlassenheitsängsten, besser durch Trost etc. Nur etwas war sehr merkwürdig. Sie hatte wiederholt die Erfahrung gemacht, von Naturkatastrophen heimgesucht zu werden. Einmal war sie im Urlaub in einer Gegend, in der ein Hurrikan stattfand, dann in einem Erdbebengebiet und wieder einmal musste ihr Flugzeug notlanden. Irgendwie schienen mir das doch seltsame Zufälle zu sein. Bis sich der Blick weitete.

Obwohl Pulsatilla ihr in fast allem gut half, änderte es nicht das Wesentliche in Ihrem System. Da empfahl
mir eine Kollegin, die ganze Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse), zu der Pulsatilla
gehört, genau anzuschauen. Es stellte sich heraus, dass das Arzneimittel, das ihr dann tiefgreifend half, aus derselben Pflanzenfamilie stammte. Das Mittel der Wahl war „Aconitum“ (Sturmhut). (……)

Nach der Mittelgabe erzählte mir die Patientin eine Erinnerung. Sie selbst steht als kleines Mädchen im Türrahmen und ihre Mutter liegt auf dem Boden und blutet und jammert, hat Schmerzen. Dann geht alles sehr
schnell: ein Krankenwagen kommt und ihre Mutter wird ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte eine
Fehlgeburt mit heftigen Komplikationen. Die Patientin selbst hatte schon früher immer starke Ängste
gespürt, wenn sie die Sirenen eines Krankenwagens hörte.
Es ist fast so, als wäre ein Teil der Patientin im Türrahmen stehen geblieben und habe sich geschworen:
„Das möchte ich niemals wieder erleben.“
Aconitum war „das Ähnlichste“, das ihr inneres System von „Niemals“ soweit gesunden ließ, dass ihr
ganzes Wesen eine Möglichkeit finden konnte, diese schmerzhafte Erfahrung hinter sich zu lassen.
Der entscheidende Punkt war das „Nie wieder“!  (…..)

 

(Ende der Leseprobe)

Haben wir Ihr Interesse für die Zeitschrift Nr. 43 geweckt?

Zur Bestellung